Verkehr & Mobilität

 

Mobilitätswende…

Der Wahlkreis Freiburg Ost umfasst mit Freiburg und den umliegenden 29 Gemeinden sowohl städtische Dichte als auch weitläufigen ländlichen Raum, betriebsame Stadtkerne genauso wie Gemeinden mit vielen Teilorten auf großer Gemarkung.

Mit dem Ziel Klimaschutz, setze ich mich für eine Mobilitätswende ein, die alle „mitnimmt“. Verkehrs- und Mobilitätswende ist viel mehr als nur eine Frage nach elektrischem Antrieb oder Verbrennermotor. Eine klimafreundliche Mobilität setzt auf streckenangepasste vielfältige Angebote und bezieht alle Verkehrsmittel ein.

… in der Stadt:

Im Stadtverkehr gilt es, neben der guten ÖPNV-Vernetzung dem Fuß- und Radverkehr als klimafreundlicher, schneller und sicherer Mobilitätsalternative adäquaten Platz zu verschaffen.

Autoverkehr wird dort nicht benötigt, wo Transportbedarfe barrierefrei durch ÖPNV (Personentransport) und durch andere Mobilitätsformen (für Lastentransport) bedient werden können (Mobilitätssharingmodelle, Einsatz von Lastenfahrrädern, Transport- und Lieferservice, Mitnahmemöglichkeiten). Hierdurch eröffnen sich dann im städtischen Raum ein Mehr an Platz und Lebensqualität im öffentlichen Raum, können Plätze und Straßen die aktuell durch den Straßenverkehr allein dem motorisierten Individualverkehr zugewiesen sind, wieder vielfach genutzt werden.

Sharingmodellesollten noch in weit größerem Maß gedanklich und in der Förderung ausgeweitet werden auf verschiedene Mobilitätsformen – bisher ist es noch sehr auf Car-Sharing gedacht. Hier muss man ggf. auch Förderungen bzw. Einbeziehung in Bauordnungen/Bauleitplanungen mitdenken – warum sollte nicht statt Stellplatz eine für Lastenrad, E-Scooter, E-Roller, etc. pro Quartier/Mehrfamilienhaus festgesetzt werden.

Der Radverkehrhat durch die E-Mobilität erheblich an „Alltagstauglichkeit“ auch für Nicht-Sportler*innen gewonnen.  Hier muss aber die Radinfrastruktur verbessert werden. Das fängt an bei Radschnellwegen, interkommunalen Radwegen, Fahrbahnzuweisungen für Radfahrer im Innerstädtischen Bereich. Wir brauchen aber auch sichere Abstellflächen und abschließbare Parkflächen für E-Bikes gerade an Umsteigepunkten, sowie Förderung solcher sicheren Stellflächen z.B. in Einkaufsstraßen.

… im ländlichen Raum:

Im Ländlichen Raum ist eine kluge und aufeinander abgestimmte Vernetzung der Verkehrsformen notwendig. Ein gut vernetzter ÖPNV mit flächendeckend angebotenem Schienen- und Busverkehr, barrierefrei gestaltete Umstiegspunkte sowie verbundübergreifende Zeit- und Streckenkarten machen Pendeln und Freizeitfahrten attraktiv. Hier hat das Land bereits vieles aufgelegt und mit der Neuregelung des BW-Tickets, sowie der Maßgabe, dass ein Nahverkehrstakt von 5 Uhr bis 24 Uhr stündlich erreicht werden soll, attraktive Zielmarken gesetzt, die es nunmehr noch deutlich besser zu bewerben und umzusetzen gilt. Dabei sind in der Fläche auch Angebote eines Rufbus/Bedarfsbus zu prüfen.

… in der Wirtschaft:

Güterverkehr soll so weit als möglich auf die Schiene verlagert werden. Das braucht auf Bundesebene eine entsprechende Verlagerung auch der Finanzierungsmittel aus dem Straßenbau in den Schienenverkehr.

Auch „indirekte Verkehrspolitik“ ist einzubinden – regionale Lieferketten verringern Verkehr, Breitbandausbau und Digitalisierung sowie gute dezentrale Infrastruktur (Schulen, Behördenaußenstellen, Gerichte, Gesundheitsversorgung) in der Fläche verhindern gleichfalls Fahrtwege. Nachtfahrverbote für Schwerlastverkehr sowie Lenkung von Transitverkehr auf die Autobahnstrecken würden Freiburg entlasten.

Für alle verbleibenden motorisierten Fahrten ist dann in Stadt und Land zu prüfen, wie emissionsneutrale Antriebe eingesetzt werden können – E-Mobilität bei Auto und Zweirädern, und Brennstoffzellen, Oberleitungsverkehr (Musterstrecken z.B. derzeit in Nordbaden) für Schwerlastverkehr.