Land fördert zwei Freiburger Fachberatungsstellen zur Stärkung des Gewaltschutzes von Frauen und Kindern aus der Ukraine

Die Landesregierung fördert die Fachberatungsstelle PINK und die Fachberatungsstelle FreiJa des diakonischen Werkes der evangelischen Kirche, die auf den Schutz von geflüchteten Frauen und Mädchen aus der Ukraine zugeschnittene Angebote machen. Denn diese sind besonders gefährdet, Opfer sexueller Gewalt zu werden.

„Gewalt gegen Frauen und Kinder müssen wir zu jeder Zeit und überall entgegentreten. Ich bin überwältigt, in welch kurzer Zeit die Freiburger Träger mit neuen Konzepten auf die Herausforderung reagieren. Die neuen Projekte bieten zusätzliche Anlaufstellen und erweitern das bisherige Angebot, damit der Zugang zu Beratung und Unterstützung auch in dieser schweren Zeit des Krieges für die besonders bedrohten Frauen und Kinder gewährleistet werden kann“, so Evers.

Die Projekte bieten eine direkte aufsuchende Beratung der ankommenden Frauen sowie die Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung für die Themen, insbesondere an Bahnhöfen oder Erstaufnahmestellen. So werden z. B. wöchentliche Treffen mit Stabilisierungsangeboten für traumatisierte, gewaltbetroffene Frauen in Sammelunterkünften oder auch Gruppenangebote für die Selbstbestärkung der Frauen veranstaltet. Viele Angebote beziehen auch die Kinder der Frauen mit einem separaten Kinderbetreuungsprogramm oder kunsttherapeutischen Angebot mit ein. Zudem werden intensive Schulungen und die Sensibilisierung von haupt- und ehrenamtlich Tätigen in der Geflüchtetenhilfe zu den Themen sexualisierte und häusliche Gewalt sowie Prostitution und Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung angeboten. Zusätzlich wird die Begleitung, konzeptionelle Unterstützung und Vernetzung der mobilen Teams durch eine Koordinierungsstelle sichergestellt. Das Land stellt für alle 16 mobilen Teams in Baden-Württemberg insgesamt rund 217.000 Euro zur Verfügung. Die Projekte starten zum 1. Mai bzw. 15. Mai 2022 und sind vorerst bis zum 31. Oktober 2022 befristet.